Ersatzbau eines Stadthauses in Passau nach Hochwasserschaden.


Projekt in der Shortlist des Heinze ArchitektenAWARD "Beste Wohnungsbauten".


Nach der Jahrhundertflut 2013 in Passau, war es unumgänglich, ein auf dem Grundstück stehendes Mehrfamilienhaus auf Grund starker baulicher Mängel abzubrechen. Die Herausforderung an den Neubau bestand darin, mit einem geringen Budget sowie der Vorgabe KfW70 Standard, ein Mehrfamilienhaus zu konzeptionieren das innerhalb eines Jahres realisiert werden kann.
Der Zuschnitt und die Positionierung des hochwassersicheren Neubaus fügt sich in den städtebaulichen Kontext sowie in das nur 350m2 große Grundstück selbstverständlich ein. Zur Straße hin präsentiert sich das Haus introvertiert und geschlossen. Dieser Gebäudeteil wurde pragmatisch in WU-Beton ausgeführt und erhält als Dach lediglich einen Sargdeckel ohne Abdichtung. Dieser Bereich beherbergt das Treppenhaus und den Technikbereich und ist konsequent von den drei Wohnbereichen getrennt.
Die verwendete Stehfalzdeckung zitiert die Eindeckung der Nachbargebäude und ist kurzerhand über Dach und Fassaden gezogen. Das Haus steht auf einem Betonsockel, in dem Parkplätze integriert wurden und der gleichzeitig dafür sorgt, dass das Gebäude die nächsten Hochwasser unbeschadet überstehen kann.
Im Wohnbereich sind alle Holzoberflächen im Rohzustand belassen. Durch die konsequente Verwendung von Massivholz in Außen- und Wohnungstrennwänden, Geschossdecken sowie Dachplatten ist eine hohe Wohnbehaglichkeit für die Nutzer gewährleistet und war dadurch auch besonders wirtschaftlich in der Herstellung.


Baukosten 1290 EUR pro m2/NGF

Status – Fertig

Veröffentlichungen:

iGNANT

ArchDaily

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